Nikolaus Knüpfer, Sophonisbe empfängt den Giftbecher (Detail), Museum der bildenden Künste Leipzig



Bild und Bühne

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Lastman, Rembrandt, Knüpfer und andere holländische Maler des 17. Jahrhunderts haben sich durch Theateraufführungen, die sie besuchten, inspirieren lassen. Umgekehrt wurden Dichter durch zeitgenössische Gemälde zu Dramen angeregt. Bild und Bühne als Darstellungsformen menschlicher Handlungen und Gefühle in bildender Kunst und Drama haben in Europa eine seit der griechischen Antike bestehende Tradition. Die engen, auch gegensätzlichen und rivalisierenden Verbindungen beider Gattungen durch Themen und Stoffe, Ausdruck- und Rezeptionsformen sowie Theoriebildungen reichen ebenfalls in die Antike zurück und sind seit der Renaissance Gegenstand des Diskurses von Künstlern, Literaten und gebildeten Auftraggebern. Für Holland im 17. Jahrhundert sind die Wechselbeziehungen zwischen Bild und Bühne noch nicht ausreichend erforscht. Auch Fragen wie Beleuchtung, Perspektive, optische Effekte und Kostüme gilt es zu beachten. Ausgehend von bisherigen, eher verstreuten Forschungsergebnissen untersucht die Arbeitsgruppe die Wechselwirkungen beider Bildmedien nicht nur im engeren kunsthistorischen Kontext eines Künstlers und seines Werkes, sondern im Vergleich von Werkgruppen, Themen und Darstellungsformen vor dem Hintergrund der kunsttheoretischen Auffassungen der Epoche.


Teilnehmer:
Dr. Jan Nicolaisen (Museum der bildenden Künste Leipzig)
jan.nicolaisen(at)leipzig.de

Christian Tico Seifert (National Gallery of Scotland, Edinburgh)
ctseifert(at)nationalgalleries.org

Prof. Dr. Gregor J.M. Weber (Rijksmuseum Amsterdam)
g.weber(at)rijksmuseum.nl



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